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  • Vor der Geburt

Biofermentation, noch nie gehört? Kurz erklärt

Was ist Fermentation?

Das Wort „Fermentation“ haben viele schon mal gehört. Mir fallen bei diesem Schlagwort sofort Lebensmittel wie Joghurt, Sauerkraut oder natürlich Bier ein. Doch was haben diese Dinge mit Babynahrung zu tun? Die Lebensmittel erst einmal gar nichts!

Bei der gewöhnlichen Fermentation werden die Kohlenhydrate (z.B. Zucker) aus Lebensmitteln in Milchsäure oder andere Stoffe umgewandelt. Anders gesagt, Bakterien machen aus einem Stoff einen anderen, sie produzieren etwas. Diese Eigenschaft macht man sich auch bei der Biofermentation zu Nutze. Hier werden den Bakterien unter kontrollierten Bedingungen Nährstoffe zugeführt, damit sie für uns andere nützliche Stoffe produzieren. Auf diese Weise werden heutzutage viele Arzneimittel, wie zum Beispiel auch das Insulin für Diabetiker hergestellt. Hier kommt die Fermentation auch mit der Herstellung von Zutaten für Babynahrung in Kontakt.

Biofermentation von HMOs:

Schritt 1: Fermentation starten

Grundsätzlich können viele Bakterienarten für die Biofermentation verwendet werden. Wir verwenden für unsere Produktion eine harmlose Form von Escherichia coli Bakterien. Diese füttern wir zunächst mit Lactose (Milchzucker) und zum Beispiel Glucose (Traubenzucker).1

Schritt1

Schritt 2: Bakterien produzieren HMOs

Die Bakterien nehmen diese Zucker auf, nutzen den Traubenzucker zur Energiegewinnung und zur Vermehrung, und produzieren aus der Lactose HMOs, wie z.B. 2‘-Fucosyllactose.1

Schritt-2

Schritt 3: HMOs werden von Bakterien getrennt

Nachdem ein Großteil des Zuckers von den Bakterien fermentiert wurde, werden die Bakterien abgetrennt. Übrig bleibt eine Flüssigkeit, die HMOs und Salze enthält.1

Schritt-3

Schritt 4: Aufreinigung

Im letzten Schritt werden nun die HMOs aufwendig aufgereinigt. Dadurch können wir garantieren, dass unsere HMOs immer eine konstant hohe Reinheit aufweisen und frei von bakteriellen Rückständen, wie z.B. bakterieller DNA und Proteinen sind.1

 Schritt-4

Die Sicherheit und Verträglichkeit wurde in unabhängigen Studien bestätigt und die europäische Lebensmittelsicherheits Behörde (EFSA) hat die Unbedenklichkeit unserer Produkte festgestellt.2, 3 Außerdem ist unsere Produktion ISO 9001 sowie FSSC 22000 zertifiziert.

Von Jan Engelskirchen, Staatl. anerk. Diätassistent und B. of Sc. Diätetik

Für Fragen stehen wir Dir gerne zur Verfügung: scientific-communication@jennewein-biotech.de

  1.   Bych K et al. Production of HMOs using microbial hosts - from cell engineering to large scale production. Curr Opin Biotechnol. 2019; 56: 130-137
  2. Marriage BJ et al. Infants Fed a Lower Calorie Formula With 2'FL Show Growth and 2'FL Uptake Like Breast-Fed Infants. J Pediatr Gastroenterol Nutr 2015;61(6):649-658
  3. EFSA. Safety of 2‘-O-Fucosyllactose as a novel ingredient pursuant to Regulation (EC) No 258/97. EFSA Journal 2015; 13: 4184

 

 

 

 

 

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