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Was können wir Eltern gegen Koliken unternehmen?

Koliken sind für Eltern und Kind eine anstrengende Erfahrung, welche meist beide bis auf das Äußerste erschöpft. Leider ist bis heute noch nicht abschließend bekannt, wodurch Koliken ausgelöst werden. Trotzdem kannst Du ein paar Dinge unternehmen, damit Dein Kind hoffentlich nicht unter Koliken leidet.

 

Was sind Koliken?

Im Grunde sind Koliken nichts Anderes als Weinattacken. Im Laufe eines Tages fängt jedes Kind ein oder mehrmals an zu weinen, und das ist auch ganz normal. Bei Koliken handelt es sich jedoch um intensive, untröstliche Weinattacken, welche scheinbar ohne ersichtlichen Grund auftreten.1 Diese Weinattacken können über mehrere Stunden und Tage anhalten. Koliken treten meist in den ersten Lebensmonaten, verstärkt um die sechste Lebenswoche auf und klingen meist im Zeitraum zwischen vier und sechs Monaten wieder ab. Leider kann man bis heute nicht genau sagen, wodurch Koliken ausgelöst werden. Es werden mehrere Thesen in Betracht gezogen. Es ist auch sehr wahrscheinlich, dass unterschiedlichste Faktoren Koliken auslösen können. Zu diesen Faktoren gehören Rauchen, Stress und Sorge, schlechtes Fütterungsverhalten, eine veränderte Darmflora, Lactose-Intoleranz und Kuhmilchallergien.1, 2

 

Was Kann ich als Mutter oder Vater tun?

Zwischen 10 – 40 % aller Säuglinge sind von Koliken betroffen.1 Es ist leider nicht möglich, Dein Kind komplett vor Koliken zu schützen, aber mit ein paar Maßnahmen kannst du die Wahrscheinlichkeit so gering wie möglich halten. Forscher haben entdeckt, dass Kinder von Eltern, die während und nach der Schwangerschaft rauchen, deutlich häufiger an Koliken leiden.1, 2 Ein weiterer Faktor, der heutzutage leider oft zu kurz kommt, ist Zeit an sich. Ganz nach dem Motto „Viel Kuscheln hilft viel.“ zeigt sich, dass Kinder, die viel Körperkontakt mit ihren Eltern haben, seltener Koliken bekommen.1, 2 Auch beim Füttern Deines Babys solltest Du Dir genug Zeit nehmen, damit Dein Baby nicht hungrig auf die nächste Mahlzeit wartet.1, 2  Falls nicht gestillt wird, kann auch die Babynahrung gewechselt werden, hier empfiehlt sich ein Produkt mit teilhydrolysierten Eiweißen.2 Noch besser wäre es, eine Säuglingsnahrung mit humanen Milcholigosacchariden (HMOs) zu verwenden oder HMOs der Säuglingsnahrung hinzu zufügen. HMOs sind natürliche Präbiotika der Muttermilch. Das heißt, sie sorgen dafür, dass sich die richtigen Darmbakterien bei Deinem Kind ansiedeln. In einer Studie hat sich gezeigt, dass nicht gestillte Kinder, die HMOs zusätzlich zur Babynahrung bekommen haben, seltener an Koliken erkrankten. Dies kann möglichweise daran liegen, dass durch die HMOs die Darmflora der Kinder positiv beeinflusst wird.3

 

Von Malgorzata Nehls, Dipl. Hebamme

Für Fragen stehen wir Dir gerne zur Verfügung: scientific-communication@jennewein-biotech.de

  1. Johnson JD et al. Infantile Colic: Recognition and Treatment. Am Fam Physician. 2015; 92: 577-82
  2. Sarasu JM et al. Infantile Colic: An Update. Indian Pediatr. 2018; 55: 979-987
  3. Puccio G et al. Effects of Infant Formula with Human Milk Oligosaccharides on Growth and Morbidity: A Randomized Multicenter Trail. JPGN 2017; 64 :624-31
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Sehr geehrte Damen und Herren,

Jennewein Biotechnologie GmbH hat einen Zusammenschluss mit der Chr. Hansen Holding A/S, einem führenden Biowissenschaftsunternehmen mit Sitz in Hoersholm/Dänemark vereinbart, um gemeinsam den Weltmarkt im Bereich der humanen Milch-Oligosaccharide (HMOs) anzuführen.

Aufgrund eines Strategiewechsels wird das B2C Geschäft bis auf weiteres eingestellt. Wir bedanken uns bei Ihnen für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen.

Ihr Christian Hansen A/S / Jennewein Biotechnologie Team
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